Audio am See
Ein stadtteilbezogener Audiowalk zwischen Alltag und Vision
Schüler*innen erforschen in künstlerischer Begleitung während des Gesellschaftsunterrichts ihren Stadtteil Steilshoop. Ausgangspunkt ist die Auseinandersetzung mit lokalen Problemen wie Armut, Diskriminierung oder Umweltverschmutzung. Die Schüler*innen sammeln persönliche Geschichten und verorten diese an konkreten Orten im Stadtteil. In künstlerischen Workshops lernen sie Grundlagen der Audiowalk-Produktion: Wie erzählt man eine Geschichte wirkungsvoll? Welche Rolle spielen Stimme, Sound und Atmosphäre? Wie beeinflussen narrative Elemente die Zuhörenden? Aus den gewonnenen Erkenntnissen und unter Anleitung entwickeln die Gruppen anschließend eigene Szenen, die ihre Geschichten hörbar machen. Darüber hinaus entwerfen die Schüler*innen utopische Gegenbilder: Wie sähe Steilshoop aus, wenn diese Probleme nicht existierten? In Form von „alternativen Realitäten“ beschreiben und inszenieren sie ein reiches, friedliches und umweltfreundliches Steilshoop. Aus dieser Arbeit entsteht ein performativer Audiowalk, der sowohl die kritische Auseinandersetzung mit Problemen als auch kreative Lösungen und Zukunftsvisionen hör- und erfahrbar macht. Das Projekt wird sowohl schulintern (z. B. in anderen Klassen) als auch öffentlich im Rahmen des „Kultursommers“ der Schule, wo auch Eltern und Nachbarschaft eingeladen sind. So entsteht ein direkter Austausch zwischen Schüler*innen, Schule und Stadtteil.
Altersstufen: 10–14 Jahre
Art des Angebots: geschlossenes Projekt