ODE - Orte der Erinnerung
Ein performatives Experiment. Junge Politische Performance
In ODE erforschten Schüler*innen des Theaterprofils gemeinsam mit ihrer Lehrerin Annika Aue, der Künstlerin Anne Pretzsch und dem Theaterpädagogen Leon Flucke (FLUTZSCH) sowie der Kulturagentin Ruth Zimmer die Spuren deutscher Erinnerungskultur. Hierfür begaben sie sich regelmäßig ins Altonaer Museum, wo sie in die Archive blickten und Erkundungstouren durch die Bestände machten, um Prozesse der Archivierung und Geschichtsschreibung kennenzulernen. Das Projekt mündete in einem Film, der durch das Künstler*innen-Team Shitty Pants Production umgesetzt wurde. Das stadtteilübergreifende Projekt ODE warf gemeinsam mit den Schüler*innen der 8. Klasse einen Blick in die Vergangenheit, um die gegenwärtige Realität besser zu verstehen. In einem historischen Streifzug, der vom Turmbau zu Babel über die deutsche Kolonialgeschichte bis hin zur Shoa reicht, loteten die Schüler*innen spielerisch, theatral und performativ Fragen nach Erinnerung, Überlieferung, Aufbewahrung und aktueller Relevanz aus. Ihre persönlichen und biografischen Bezüge waren dabei genauso wichtig wie globale und strukturelle Kontexte.
Neben der künstlerischen Begleitung standen den Jugendlichen die Mitarbeiter*innen des Altonaer Museums und Museums am Rothenbaum als Expert*innen zur Erinnerungskultur, Rekonstruktion und Konservierung von Geschichte zur Seite. Externe Bildungsreferent*innen, die Workshops zur Hamburger Kolonialgeschichte gaben, sensibilisierten weiter für die komplexen Zusammenhänge zwischen der eigenen Lebenswelt und gesellschaftlicher Verantwortung.
Besondere Hinweise
FLUTZSCH arbeitet seit 2016 zusammen u.a. mit dem Theater Zeppelin, OPENION - Bildung für eine starke Demokratie, der Fabrik Altona und dem Gymnasium Hoheluft.
Altersstufen: 14+ Jahre 10–14 Jahre 6–10 Jahre
Art des Angebots: Dokumentation
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